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Berichte und Meldungen
"Europa - was geht mich das an?!"
Schulungsreihe der FGJE für junge Multiplikatoren
Foto-Impressionen
Erhebungen
weisen regelmäßig nach, dass Jugendliche in Deutschland zwar
ein ausgeprägtes europäisches Bewusstsein haben, die politische
Struktur der EU für sie aber weitgehend undurchschaubar ist. Es bedarf
innovativer und jugendgerechter Methoden der Vermittlung, die sowohl die
Konturen europäischer Institutionen und Entscheidungsprozesse verdeutlichen
als auch einen Einblick in die einzelnen Aufgabenbereiche europäischer
Mehrebenenpolitik ermöglichen. Denn ohne eine breite öffentliche
Akzeptanz und Teilnahme kann der europäische Integrationssprozess
nicht gelingen.
In
diesem Kontext führte die Forschungsgruppe Jugend und Europa (FGJE)
am Centrum für angewandte Politikforschung im Herbst/Winter 2000
in Kooperation mit dem Gustav-Stresemann-Institut in Bonn drei Multiplikatorenschulungen
unter dem Titel "Europa was geht mich das an?!" durch.
54 Jugendliche und junge Erwachsene nahmen an den Schulungen teil.
Ausgewählte
Methoden der europabezogenen Bildungsarbeit standen im Mittelpunkt der
ersten zweieinhalbtägigen Veranstaltung: An einer fiktiven "Speakers'
Corner" konnten Chancen und Risiken der Osterweiterung reflektiert
werden; ein Stationenlauf gewährte Einblicke in die EU-Institutionen;
in einer bunten Collage visualisierte eine Arbeitsgruppe die historische
Entwicklung des bisherigen Integrationsprozesses; anhand von Szenarien
diskutierten die Teilnehmenden die Zukunft der Erwerbsarbeit und erarbeiteten
einwanderungspolitische Konzepte. Die Themen Euro, Umwelt- und Verbraucherschutz
wurden in einer Mischung aus Rollenspiel und Pro&Contra-Diskussion
aufgegriffen.
Die Methoden wurden vorgestellt, gemeinsam erprobt und ausgewertet mit
dem Ziel, sie selbständig in der europabezogenen Jugendarbeit einsetzen
zu können. Die Planspielmethode stand in Mittelpunkt der zweiten
Schulung. Eine Zukunftswerkstatt zum gesellschaftlichen und ökonomischen
Leben in Europa im Jahr 2030 bildete den Abschluß der Schulungsreihe.
In
Anlehnung an das Juniorteam Europa, das gefördert von den
Landeszentralen für politische Bildung in Niedersachsen und Baden-Württemberg
sowie dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
seit drei Jahren in Bayern, Baden- Württemberg und Niedersachsen
arbeitet, konnte mit den Multiplikatorenschulungen im Gustav Stresemann
Institut die Voraussetzung für ein ReferentInnenpool auf Bundesebene
geschaffen werden.
Die Forschungsgruppe Jugend und Europa vermittelt die Teamer an Träger
der Politischen Bildung und leistet Hilfestellung bei der Konzeption von
Seminaren. Die Angebote des Juniorteams berücksichtigen Interessen
und Lebenswelt von Jugendlichen; der überwiegende Teil der angewandten
Methoden ist aktivierend und erlebnisorientiert.
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