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Berichte und Meldungen

National and Global Security

Roundtable "Wie national, wie global denken wir, wenn es um unsere Sicherheit geht " erfolgreich durchgeführt

München - 30. 11. 2001 - Forschungsgruppe Jugend und Europa

Dreiundzwanzig Multiplikatoren der Jugendarbeit und des Jugendaustausches aus Israel und Deutschland haben sich trotz der äußerst angespannter Situation Ende November zu unserem Roundtable am verschneiten Schliersee im bayerischen Voralpenland getroffen. Eine Woche befassten sich die Teilnehmenden intensiv mit diesem schwierigen und doch so aktuellen Thema –weit spät in die Nacht hinein. Durch den facettenreichen Einsatz verschiedener Methoden der Forschungsgruppe Jugend und Europa wurde von Anfang an ein, für viele ungewohnter Ansatz gewählt. Auf ganz persönlicher Basis musste sich jeder mit seiner Identität, seinen Werten und auch seinen persönlichen Ängsten auseinandersetzen und Rückschlüsse auf sein/ihr Verständnis von Sicherheit auf nationaler bis hin zur globalen Ebene ziehen. Zu einem zentralen Gesprächspunkt wurde der Spannungsbogen innerhalb der Demokratie zwischen den eigenen Werten, den Interessen und den zu treffenden Sicherheitsvorkehrungen.

Auch auf anderen Ebenen waren die Ergebnisse erfreulich: Denn es trafen in erster Linie Menschen aufeinander - Pazifisten, Militärs, Linke und Rechte und nicht Delegationen oder Repräsentanten, die für eine facettenreiche Diskussion sorgten. Die inhaltliche Debatte und der persönliche Austausch während des Round-Tables war zuweilen so hochphilosophisch, dass die am Ende des Round Table stehende öffentliche Multi-Media Präsentation das einzig mögliche Mittel schien um die Teilnehmenden in die Welt des Vermittelbaren zurückzuführen. Und das gelang ihnen auch.

Im Rathaus der Landeshauptstadt Stadt München fand zum Abschluss des Round Tables am 29.11.2001 die öffentliche Abschlussveranstaltung statt. Nach Begrüßung durch die Veranstalter und der Stadträtin Brigitte Meier, die maßgeblich für die Unterstützung der Stadt München beitrug, bezog der Israelische Botschafters S.E. Shimon Steins Stellung zu Fragen der Sicherheit und den damit verbundenen Herausforderungen. Christine Mähler, Leiterin der Koordinierungsstelle für den deutsch-israelischen Jugendaustausch in Wittenberg und Shimrit Härtl als Vertreterin des Jugendforums der Deutsch-Israelischen Gesellschaft kommentierten die gelungene Multimediapräsentation in Hinblick auf Perspektiven des Jugendaustausches vor zahlreichen Vertreterinnen und Vertreter der Jugendarbeit vor Ort.

Der Round Table hat gezeigt, dass ‚Sicherheit’ ein Thema ist mit dem sich die politische Bildung und die internationale Jugendarbeit verstärkt beschäftigen werden und müssen. Vor dem Hintergrund eigener wissenschaftlichen Untersuchungen der Forschungsgruppe Jugend und Europa zum Sicherheitsverständnis zeigt sich, dass vor dem Thema Berührungsängste nicht angebracht sind. Gut gewählte Methoden können diese Problematiken dem Jugendlichen auf ganz persönliche Art näher bringen und bieten einen Einstieg, um diffuse Ängste abzubauen.

Die Forschungsgruppe wird sich mit den angeschnittenen Themen auch im Jahr 2002 intensiv beschäftigen.

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Forschungsgruppe Jugend und Europa am C·A·P (Ludwig-Maximilians-Universität München)
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