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Berichte und Meldungen

Jugend gestaltet Europa

Bundesweites Projekt von Bundesregierung, Europäischem Parlament und CAP an Schulen

Siehe auch: Informationsseite des Büros des Europäischen Parlaments

Die Bewerbungsfrist für die Planspielreihe 2002 ist abgelaufen. Die Reihe wird aber wahrscheinlich 2003 fortgesetzt.

Die Forschungsgruppe Jugend und Europa (FGJE) veranstaltet auch in diesem Jahr eine bundesweite Planspielreihe an Schulen zur EU-Erweiterung. Kooperationspartner der Reihe "Jugend gestaltet Europa" sind das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung und das Informationsbüro des Europäischen Parlaments (EP) in Deutschland. Die Planspiele werden an den Schulen von jungen ReferentInnen des Juniorteam Europa betreut.
Vom 4.-6. Juli 2002 kamen deshalb dreißig Teamerinnen und Teamer nach München, um sich auf ihren Einsatz in der Planspielreihe vorzubereiten.

Waltraud Jahn-Hommer vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung und Frank Piplat vom Informationsbüro des EP in München gaben den Juniorteamern zunächst einen Einblick in die kommunikative Zielsetzung der Planspielreihe. Ziel sei es, so Jahn-Hommer, "Europa verständlich zu machen". Keine leichte Aufgabe, denn "die EU-Erweiterung ist ein komplexes Thema". Eine besondere Herausforderung ist es, Jugendlichen dieses Thema näher zu bringen, denn junge Menschen werden im erweiterten Europa von morgen leben. "Die Zielgruppe Jugend hat für uns Priorität", so Piplat vom Informationsbüro des EP. Es gehe vor allem darum, junge Menschen für das Thema Europa zu sensibilisieren, nicht zuletzt vor dem Hintergrund der nächsten Wahlen zum EP im Jahr 2004.

"Es geht nicht nur darum, Institutionen und Fakten haarklein darzustellen, sondern ein weiteres Verständnis für den Europagedanken zu vermitteln", unterstrich Jahn-Hommer vom BPA.

Aktuelle Informationen zur Erweiterung standen im folgenden auf dem Programm. Jannis Sakellariou, Mitglied des Europäischen Parlaments seit 1984, berichtete über die Rolle und Bedeutung des EP im Erweiterungsprozess. Die Juniorteamer nutzen intensiv die Gelegenheit, mit einem Vertreter aus der Praxis zu diskutieren.

Den Nachmittag läutete Janis Emmanouilidis vom Centrum für angewandte Politikforschung mit einem Überblick zum aktuellen Stand der Beitrittsverhandlungen ein. Emmanouilidis thematisierte nicht nur die gegenwärtigen Probleme – vor allem die Agrar- und Strukturpolitik – sondern lenkte den Blick der Teamer auch auf die Frage, wie die Einigung Europas auch nach dieser Erweiterungsrunde um 12 neue Staaten weitergehen könnte. Alexander Radwan, seit 1999 Mitglied des Europäischen Parlaments, stand den Juniorteamern zum Abschluss dieses Tages Rede und Antwort zur zukünftigen Gestaltung der EU, mit der sich derzeit der Konvent zur Zukunft der EU beschäftigt.

Am nächsten Tag hatten die Teamerinnen und Teamer das Wort. Nachdem Sascha Meinert von der FGJE über die Erfahrungen aus der letzten Planspielreihe zur Erweiterung berichtet hatte, tauschten die Teamer in Arbeitsgruppen nicht nur ihre persönlichen Erfahrungen bei ihren Einsätzen im Rahmen vergangener Planspiele aus, sondern erarbeiteten auch gemeinsam Möglichkeiten, die Durchführung der Planspiele zu verbessern.

Wie können wir den Ablauf optimieren, zu lange Wartezeiten für die Teilnehmer vermeiden oder diese sinnvoll nutzen? Wer kennt eine neue spannende Aufwärmübung? Wie können wir die Pressearbeit verbessern, damit die lokalen Medien auf das Planspiel aufmerksam werden und darüber berichten? Wie binde ich die Abgeordneten des Europäischen Parlaments, die bei jedem Planspiel dabei sein werden, am besten ein? Und wie lässt sich die Kommunikation zwischen Juniorteamern, Forschungsgruppe Jugend und Europa und dem Informationsbüro des EP verbessern? Dies waren nur einige Fragen, die in den Arbeitsgruppen intensiv diskutiert und zum Abschluss des Workshops vorgestellt wurden.

Neugierig geworden? Besuchen Sie auch die Seiten zum Juniorteam und zur Planspielreihe "Jugend gestaltet Europa".


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